Architekt und Büroinhaber Christoph Wussler fasst die Grundidee so zusammen: „Holz als traditionsreicher heimischer Baustoff genoss von Beginn an große Zustimmung. Deshalb haben wir den Holzbau als Leitlinie im Sinne ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Aspekte gewählt.“ Weiter erläutert er: „Wir wollten ein kompaktes Gebäude mit minimalem Flächenverbrauch, kurzen Wegen, reduzierter Hüllfläche und einer nachhaltigen, wartungsarmen Konstruktion anbieten.“
Der langgestreckte Baukörper mit Satteldach und weit auskragenden Dachüberständen erinnert bewusst an eine traditionelle Schwarzwaldscheune. Diese „Kinderscheune“ soll Schutz und Geborgenheit vermitteln – und zugleich Offenheit. Der Neubau wirkt ruhig und selbstverständlich. Holz prägt ihn in allen Dimensionen: Wände, Decken, Fensterrahmen und Fassade bestehen aus sichtbarem Brettsperrholz und sind für die Kinder sinnlich erfahrbar.
Die Erschließung ist klar strukturiert: kurze Wege, einfache Orientierung, barrierefreie Zugänge. Sechs Gruppenräume reihen sich entlang der Längsachse. Jeder öffnet sich nach Westen über großzügige Glasflächen zur Landschaft und bietet freien Blick auf die Schwarzwaldhügel. Ergänzt werden sie durch Schlafräume, ein Musikzimmer, einen Werkraum, einen Inklusionsbereich sowie einen großen Mehrzweckraum am Eingang. Alle Räume sind lichtdurchflutet und orientieren sich ins Grüne.
Vom Obergeschoss führt eine vorgelagerte Balkonzone direkt in den Außenbereich, sodass alle Gruppenräume auf kurzem Weg ins Freie gelangen. Ein markantes Treppenhaus verbindet die Ebenen, fungiert aber auch als Begegnungsort und offener Spielraum.